Entstehung und Nutzung von Streuwiesen
Die bayerischen Moore entwickelten sich nach dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10 000 Jahren. Streuwiesen sind durch bestimmte Nutzungen in diesen Mooren entstanden.
Im frühen Mittelalter sind durch Rodung und extensive Beweidung (Waldweide) in den Moorwäldern baumarme Freiflächen entstanden. Mit Einführung der Stallhaltung vor ca. 150 Jahren setzte sich die Mahd durch und so konnten Arten aus Lebensräumen mit ähnlichen Standortfaktoren (baumfreie Zwischenmoore, Quellstandorte) in die Streuwiesen einwandern und bilden die heutigen typischen Tier- und Pflanzengemeinschaften der Streuwiesen. Die Erhaltung dieser auf Streuwiesen spezialisierten Tiere und Pflanzen ist nur durch die einmalige Mahd im Herbst oder Düngung möglich.
Heute liegt der Nutzen der Streuwiese nicht mehr in der Landwirtschaft, sondern in unser aller Interesse.
Streuwiesen
- tragen zum Wasserrückhalt in der Landschaft bei (natürlicher Hochwasserschutz)
- speichern Kohlendioxyd
- sind Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen
- prägen den Charakter der voralpinen Landschaft und geben ihr das reizvolle Bild
Sollen bedeutsame Streuwiesen für den Naturschutz bewahrt werden, müssen sie durch Landschaftspflegemaßnahmen, wie Mahd und gegebenenfalls Gehölzbeseitigung, dauerhaft gesichert werden.
Der Tourismusverein Weißensee e.V. führt regelmäßig mit am Naturschutz interessierten Landwirten und engagierten Bürgern solche Pflegemaßnahmen durch.