Das Schneidried ist ein Überlebenskünstler. Es gedeiht in sehr nährstoffarmen und ganzjährig nassen Mooren, vor allem über sogenannte Seekreide und zeigt dort oftmals Grundwasserausstöße an.
Andere Pflanzen, wie Schilf oder Rohrkolben, sind in solchen Lebensräumen gegen Schneidried nicht konkurrenzfähig, weswegen sich in der Regel nahezu Reinbestände bilden.
Obwohl dieser Vegetationstyp extrem artenarm ist, gehört er doch aufgrund seiner Seltenheit zu den ökologisch interessantesten in ganz Bayern (vgl. Verbreitungskarte).
In der landwirtschaftlichen Streuwiesenwirtschaft (Gewinnung von Einstreumaterial für die Viehställe) war Schneidried unerwünscht. Die scharfen Blattränder verursachten beim Vieh Probleme und wurden deswegen von der Streuwiesenmahd ausgenommen.
Die Schneidriedbestände am Weißensee sind die größten im Landkreis Ostallgäu.