Das sehr konkurrenzstarke Schilf bildet durch seine enorme Ausbreitungsfähigkeit an Seen oft sehr großflächige, einförmige Bestände. Dennoch ist diese sehr artenarme Pflanzengesellschaft außerordentlich bedeutsam für die Tierwelt, insbesondere für Fische und Wasservögel.
Die Vitalität der Schilfbestände ist an Seen mit einem hohen Nährstoffgehalt meist reduziert, weil mit zunehmender Nährstoffbelastung die Festigkeit der Schilfhalme abnimmt. Die Stengel brechen, gehen zur Fäulnis über und damit fallen diese Schilfbestände regelrecht zusammen.
Anderseits kann sich Schilf als Landpflanze sehr rasch über Rhizome ausbreiten, insbesondere nach Aufgabe der traditionellen Streuwiesen-Mahd auf Großseggenrieden und Nasswiesen und täuscht dort dann Röhricht vor.