
Vom Steinbruch zur Marmorverarbeitung
In der Kreidezeit wurden im Rahmen der Gebirgsbildung kantige Steine verschiedener Größen abgelagert und verfestigt. Die so entstandenen, rotgefärbten Brekzien wurden als dekorativer Benkener Marmor seit der Römerzeit gebrochen und weiterverarbeitet.
So wurde auch im 17. Jahrhundert zum Bau der Basilika St. Mang Gestein aus diese, damals im Besitz des Klosters befindlichen Bergbrücke, abgebaut und der Marmorverarbeitung zugeführt. Dies war zur damaligen Zeit ein mühsames Unterfangen und erfolgte im Frondienst der Bauern in den Wintermonaten, denn der gebrochene Fels konnte nur auf dem zugefrorenen See abtransportiert werden.
Die Sockel der vier Säulen in der St. Mang Kirche in Füssen sind aus heimischem Marmor, so dass es nahe liegt, dass der im Bild dargestellte Taufstein der St. Walburga Kirch in Weißensee ebenso aus diesem Gestein bestehen könnte.